Ein Rückblick auf das Partners in Learning Forum 2012 in Lissabon – von Ruth Sattler (Jurorin)

Die Veranstaltung hat zum Ziel Unterrichtende aus ganz Europa zusammen zu bringen, die besonderes Interesse an der Gestaltung von zukunftsweisendem Unterricht haben. „Social Inclusion“ war einer der Themenschwerpunkte, wobei die Herausforderungen und Notwendigkeiten, IKT nachhaltig in Lehrpläne und Lehrer/innen-Fortbildung zu integrieren, sowohl im Plenum als auch in kleinem Rahmen dargestellt und diskutiert wurden.

81 Projekte für innovativen und IT-unterstützten Unterricht traten bei diesem Anlass zu einem Wettbewerb an, bei dem immerhin 24 Projekte ausgewählt werden sollten, die zum weltweiten Contest (dieses Jahr in Athen, Griechenland) eingeladen werden.

Unser „A-Team“ (A für Austria) bestand aus den Erstplatzierten der Hauptkategorien des Lörnie Award 2011.

Das A-Team, v.l.n.r.: Uwe Gutwirth, Andreas Lindner, Erika Bernroitner,
Rowena Hametner, Ruth Sattler (e-teaching-austria), Yuri Goldfuss (Microsoft). Foto: Gutwirth

Die Hauptkategorien beim österreichischen Lörnie Award sind bisher auf Unterrichtsgegenstände bezogen und lauten „Allgemein/Creativity&Culture“, „Human-/Naturwissenschaften“, „Sprachen“, „Technik/Wirtschaft“. Bewertet wird nach den 10 Qualitätskriterien für eContent, wie sie im Contenterlass I und II ausgearbeitet wurden, zusätzlich wird auf eine originelle und überraschende Herangehensweise an ein Thema besonderer Wert gelegt.

Im Unterschied dazu stellten beim Partners in Learning Forum die Bewertungskriterien zugleich die Kategorien dar. Hier wurden „Collaboration“, „Knowledge Building“, „Beyond the classroom“, „Cutting edge use of ICT“ sowie „Teacher as Change Agent“ bewertet (mehr dazu weiter unten), außerdem kürten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gewinner in der Kategorie „Educators´ Choice“. Interessanterweise wurden jeweils 1st, 2nd und 3rd “Runner up” UND ein Gewinner ausgewählt, es gab also 6 Kategorien mit jeweils 4 GewinnerInnen. Die Verleihung der Preise an die 24 GewinnerInnen, zumeist Teams von mindestens 2 Personen, stellte den Höhepunkt einer spektakulären 3tägigen Veranstaltung dar, bei der sich die Unterrichtenden aus ganz Europa nicht nur zum Wettbewerb, sondern vor allem zu Meinungsaustausch, kennen lernen und Diskussion trafen.

Jede/r Juror/in hatte 7-8 Einreichungen zu bewerten, wobei die Juror/innen 3er-Teams bildeten, innerhalb derer sie sich bei der Bewertung miteinander berieten. Bewertet hat dann allerdings jeder Juror und jede Jurorin individuell, wobei innerhalb der Kriterien noch von 1-16 gestuft werden konnte.

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Impressionen aus Lissabon (Fotos: Sattler)

Erklärung der Kriterien bzw. Kategorien (Kurzfassung):

Collaboration“ meint, in welchem Grad die Lernenden bzw. Studierenden zu Teambildung angehalten werden, individuelle Verantwortung übernehmen und tiefgreifende Entscheidungen selbständig treffen.

Knowledge Building“ bedeutet, dass Wissen nicht nur gesammelt und reproduziert wird. Die Studierenden entwickeln Ideen, erarbeiten selbständig neue Erkenntnisse und werden zu kritischer Auseinandersetzung angeregt. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und Selbststeuerung wird gefördert, eine Dokumentation der Aktivitäten durch die Studierenden ist Bedingung.

Beyond the Classroom“ vermittelt Wissen und ermöglicht Resultate, die weit über die Grenzen von Schule und Klassenraum hinausgehen. Problemlösung in realem Kontext mit möglichst nachhaltigen Ergebnissen wird erwartet.

Cutting Edge Use of ICT“ erfordert, dass Lernende und Studierende einen möglichst großen Anteil ihrer Lernaktivitäten unter Einsatz von IKT ausführen. Wichtig ist dabei, dass die Studierenden selbst die Kontrolle über den Einsatz von IKT haben.

Unterrichtende, die als „Teacher as Innovator and Change Agent“ fungieren, unterstützen und fördern kreatives und innovatives Denken und verleihen damit dem Lehren und Lernen kontinuierlich neue Impulse. Die Wissbegier der Lernenden wird angeregt, sie haben aktiven und selbst-bestimmten Anteil an Unterricht und Wissenserwerb.

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V.l.n.r.: Die einreichenden Teams aus Montenegro, Nordirland, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Serbien, Spanien
(Fotos: Sattler)

Ein großes Kompliment an die Firma Microsoft für die perfekte Organisation und das anregende Rahmenprogramm und herzlichen Dank an die Stadt Lissabon für die Gastfreundschaft! Wir wünschen dem Microsoft Partners in Learning Programm weiterhin viel Erfolg und sehen den kommenden Entwicklungen beim Einsatz von IKT in Unterricht und Lernen mit Spannung entgegen.

 

Vielen Dank an Ruth Sattler für diesen feinen Bericht, und danke für die schöne Zeit in Lissabon!

Alle Projekte und Ideen aus Lissabon sind auf dem PiL Network wieder zu finden.

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